Fotos Görlitz 1990 – 2021

Schonhof-Goerlitz-1990-2021
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Holger Schrottke hat sich gemeldet. Der Opa hatten in der Brüderstraße eine Fleischerei, blieb aber im Krieg. Die Oma holte die Meisterprüfung nach und betrieb den Laden weiter (was heute der Senfladen ist). Dann flüchtete die Familie in den Westen. 1990 war er in der Stadt seiner Vorfahren und hat unsere Altstadt fotografiert. Den Fotoschatz hat er nun auf den Scanner gelegt und mir rüber gebeamt. Und ich bin zwei Tage spazieren gegangen und hab die heutigen Ansichten nachfotografiert. Nun sind die Objektive der Kameras leicht unterschiedlich, weswegen es sich nur “so ähnlich” nachfotografieren ließ. Aber ich denke man erkennt trotzdem gut alle Bilddetails und vor allem den Wandel der letzten ca 30 Jahre! Was wir als Stadtgemeinschaft da gestemmt haben, ist eigentlich unfassbar. Und vor allem unfassbar schön.
Und so laden Holger und ich ein zu staunen: Über damals und heute.

Es beginnt die Ecke Untermarkt mit dem Frenzelhof (Wurzelkeller), dem Schönhof (Schlesisches Museum zu Görlitz) und ein Eckchen Rathausturm.

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Nummer zwei in dieser Fotoserie ist das Waidhaus. Der älteste Profanbau der Stadt, datiert auf das 12. Jahrhundert. (Profanbau meint ein Gebäude mit öffentlicher Nutzung, schon immer!). Haben wir zum Glück nicht abgerissen, sondern wieder hinbekommen!

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Nummer drei in dieser Fotoserie ist der Blick von der Stadtmauer auf die Neiße. Ein Bild, bei dem man nun die berühmten “7 Unterschiede” suchen könnte. Vor allem eine Ansicht 1990 noch ohne Altstadtbrücke. Die kam erst 2004 zurück. Ihr verzeiht, dass ich noch einen halben Schritt nach links gemusst hätte.

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Nummer vier in dieser Fotoserie ist die Krischelstraße mit Blick auf die Fischmarktschule. Ein Unterschied, wie Tag und Nacht. Was so bissl Farbe allein an den Fassaden ausmacht. Blos gut haben wir das alles wieder so hinbekommen.

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Nummer fünf in dieser Fotoserie ist der Untermarkt mit der Ratsapotheke. Das sieht sich selbst doch ziemlich ähnlich. Freilich, die Ratsapotheke hat nach 1990 eine enorme Verbesserung erfahren.

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Mit Bild Nummer sechs blicken wir durch das letzte Stückel der Rosenstraße über die Freifläche an der Hellen Gasse auf die Büttnerstraße. Diese hat sich extrem gemausert. Und die Bäume hatten 30 Jahre Zeit, groß zu werden. 🌳

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Das letzter Bild (vorerst!) in dieser Fotoserie ist die Peterstraße mit Blick zum Untermarkt. Da hat sich ganz viel getan. Wir sehen die heutige Jugendherberge und das St. Jonathan. Wir sind wirklich auferstanden aus Ruinen.

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Wir blicken vom Nikolaigraben in die Jüdenstraße. Was damals wirklich besser aussah, ist die Mauer. Ansonsten hat am Nikolaigraben eine deutliche Aufwertung stattgefunden. Unschlüssig scheiden sich die Geister am Parkhaus in der Jüdenstraße. Das raube Licht. Die Ursprungsbebauung, die in den 80ern abgerissen wurde, war aber genauso hoch. 🤷‍♀️

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Neulich kommentierte jemand, dass sie die Türme der Peterskirche viel dunkler in Erinnerung hätte. Das ist richtig. 2000 bis 2002 wurden die Türme saniert und erstrahlten danach in weiß. 2018 wurde erneut eingerüstet, denn die Wimpergkreuzblumen (diese Zacken) hatten Risse. Seit 2020 haben wir wieder den unverstellten Blick auf das Wahrzeichen von Görlitz.

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In Holgers Bilderschatz kommt das Bürgerstübel vor. Hier und da sind Eingänge und Schaufenster etwas anders geworden. Aber sonst nur Details herausgearbeitet und alles aufgefrischt.

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Wir blicken über den Untermarkt und weiter in die Neißstraße. Ein Schrittchen hätte ich noch nach hinten gemusst. Dass in meinem heutigen Foto die Skyline von Zgorzelec fehlt, ist meiner Kamera bzw meinem Untalent geschuldet. Die steht natürlich noch. Spannend ist auf jeden Fall, dass der “Braune Hirsch” damals eine recht gute Figur machte und heute als eines der letzten Häuser am Platz rumbummelt. Immerhin, Hollywood freuts.

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Nun blicken wir den Untermarkt nach oben zum Rathausturm und auf den Turm der Dreifaltigkeitskirche. Das Pflaster hat sich verändert und die Verkehrsführung. Die Fassaden sind deutlich heller. Und Oldtimer-Treff ist nur noch selten in den Straßen. 🙂

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Hier das krasseste Foto aus Holgers Bilderserie. Hätte ich nicht die gesamte Serie vorliegen gehabt, hätte ich wohl nicht gewusst, wo sich der Schrotthaufen von Haus einst befand. Es ist der Blick von der Jüdenstraße auf die Rückseite der Rosenstraße. Es war 1989 nicht “5 vor 12” für die Ostdeutschen Altstädte. Es war schon teilweise Punkt 12.
Das Haus im Selbst-Abriss stand wirklich lange als ersetzter Klinker-Rohbau rum, bis es nun final 2020 ein Parkhaus wurde.

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Nicht alles sah so furchtbar aus. Hier haben die Fassaden gefühlt nur frische Farbe bekommen, das Pflaster wurde ausgebessert, die schönen Autos weggefahren. Sonst scheint alles gleich. Nur der Putz an unserem Nikolaiturm bröckelt inzwischen ganz schön. Vielleicht ist der mal dran…
Ich hab jetzt noch Fotos für ca. 2 Wochen. Aber so ne kleine thematische Verschnaufspause tut vielleicht doch ganz gut. Es soll sich ja auch nicht “weggucken”.

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Hier hab ich die Rosenstraße für Euch. Alles ist ein bisschen farbiger und heller geworden. Die Autos stehen nun andersrum. Dafür haben wir jetzt dieses Gekritzel an den Wänden.

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Peterstrasse, das Stück mit dem Hotel Tuchmacher (wo Kate Winslet wohnte während des Drehs zu “Der Vorleser”). Es sieht sich selbst sehr ähnlich. Frische Farben, alles wirkt heller. Der Trabbitreff ist weggefahren. Schade.

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Das ist nun wieder ein ganz beeindruckendes Beispiel von “Auferstanden aus Ruinen”. Die Weberstraße. Linke Seite ein Stück Barockhaus. Daneben (in grau) das, wo das Café Herzstück heute drin ist. Rechte Seite 1990 eine Katastrophe. Inzwischen Hotel Emmerich. Damals die Straße noch mit Teerdecke. Auch wenn das schwarze Kopfsteinpflaster nicht sonderlich Fahrrad freundlich ist: Aber es sieht einfach irre aus – sagen auch immer wieder die Touristen. Die Blechlawine stört ein bisschen.

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Wir gucken von unten in die Büttnerstraße. Der Giebel mit dem Zickzack ist noch da – nur hinterm Baum. Auch oben an der Langenstraße das Gebäude sieht noch genauso aus. Aber auch da ist nun das Grün davor. Ich wollte aber auch nicht am Fotowinkel rumschummeln.
Neu sind die ganzen Parkplätze auf der Büttnerstraße. Sonst ist quasi noch alles so, wie in der Sage, als der Dreibeinige Hund die Büttnerstraße runter gerannt kam… 🐕‍🦺

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Wir bleiben nochmal in der Bütterstraße. Es ist alles noch da: Die Kneipe. Die Laterne. Der Knick in der Straße (weiter oben) und in der Ferne der Turm der Dreifaltigkeitskirche. Die Farben der Häuser sind aufgefrischt. Es gibt nun mehr Parkplätze.

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Wir sind am Untermarkt und blicken auf den “Braunen Hirsch”. Kein Wunder, dass Hollywood am liebsten auf diesem Platz und in diesem Haus dreht. Außen hui, Innen ist die Zeit stehen geblieben. Das macht es perfekt.
Ein Baum zipfelt ins Bild. Blechlawinen versperren etwas die Sicht. Das Barockhaus (rechts) wollte in fast voller Größe mit aufs Bild.

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Das letzte Foto. Der Untermarkt mit der Seite vom Flüsterbogen. Ein schöner Beweis, wie originalgetreu saniert wurde. Die Dächer sind alle neu. Die Farben aufgefrischt. Das Neue Rathaus erscheint heller. Das Hotel Börse strahlt in schlüpfer-rosa. Sonst ist es, als wäre die Zeit auf beiden Fotos einfach stehen geblieben. Ach halt: Der Oldtimer Treff ist leider davon gefahren…


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