Gärtnern auf Fensterbrett und Balkon

Balkon Gärtnern Stadtbibliothek Görlitz
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Unsere Stadtbibliothek Görlitz ist wie immer auf Zack, wenn es um neuere Themen geht. Zum Bsp Balkongärtnern. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Büchern, die es einfacher machen, Tomaten, Paprika, Salate, Kräuter, Möhren, Radieschen und Co zu Hause groß zu ziehen. Seltsam, das wir zwar Palmen, Büsche, Kakteen und Blumen in Töpfe stecken, jedoch noch allzu selten darauf kommen, uns unser eigenes, gesundes Essen wachsen zu lassen. Häufig reicht sogar ein Fensterbrett.

Samen gibt es am Sonntag bei verschiedenen Saatgutbörsen übers Jahr (Rabryka, Kühlhaus) oder im Biogemüse und -Obst eures Vertrauens. Wer googlen will, wird unter den Stichworten Containergardening/Kontainergärtnern, Balkongärtnern und regrowing fündig. Die App von harVie im Google Play-Store hilft ebenfalls.
Allen ein inspiratives und leckeres Gartenjahr – auch ohne Garten.
Ein Beitrag vom 22. März 2017

Bücher zur Anleitung

Wer die abgebildeten Bücher gern im eigenen Bücherschrank haben will, die gibt es hier:
Der Naschbalkon
Gärtnern ohne Garten
Der Selbstversorger Balkon

Die eigenen Gartenerfolge auf meinem Fensterbrett

Werft ihr auch immer ein Viertel eurer Lauchzwiebeln weg, weil es welk wurde? Oder nervt euch dieses 1-2x Nachgekaufe pro Woche? Dann pflanzt die Nächsten doch einfach zu Hause ein. Das Ganze nennt sich regrowing, zu deutsch „nachwachsen lassen“. Das machen Lauchzwiebeln sehr gern. Und dann kann man essen essen essen und muss nicht ständig kaufen kaufen kaufen. Werdet unabhängig!

Einfach Lauchzwiebeln mit einem Rest Wurzeln kaufen. Über Nacht in ein Wasserglas stellen, damit die Wurzeln sich regenerieren. 1 Tag später in die Erde bringen. Fertig. Klappt in jedem Blumentopf im Zimmer, auf dem Fensterbrett, auf dem Balkon, im Garten sowieso. Und selbst wenn man sie vergisst mal zu gießen und sie schon total welk und tot aussehen: Wasser drauf und es geht von vorne los.
Ein Beitrag vom 31. Juli 2014

Man muss es ja nicht so verrückt aussehen lassen 🙂 Foto vom 31.7.2014

Warum nicht mal Radieschen auf dem Fensterbrett wachsen lassen? Das ganze nennt sich „Container Gardening“ – zu deutsch Blumentopf-Gärtnerei. Radieschen gehören dabei zum Schnellsten und Einfachsten. Binnen 3,5 Wochen hat man sein Gemüse fertig. Freilich kosten Radieschen im Laden nur wenige Cent. Jedoch sind die selbst gezogenen garantiert frei von Chemikalien. Außerdem rappelt es bereits nach 2 Tagen im Blumentopf. Das ist Ideal, um Kindern den Prozess von Saat-Keimen-Wachsen-Ernten nahe zu bringen. Und alles in allem ist es ein schönes Gefühl, unabhängig zu sein.

Beim aussähen lohnt der Blick in den Mondkalender. In den Erdzeichen (Jungfrau, Steinbock, Stier) werden es garantiert Radieschen. In allen anderen Zeichen neigen Radieschen zum schossern. Das bedeutet, sie stecken mehr Kraft in die Blüte und Samenbildung. So hat man dann keine Früchte, dafür aber die Samen für die nächste Saat, was auch wichtig ist.

Aufpassen: Wer sie im Sommer draußen stehen hat, muss regelmäßig Raupen von Schmetterlingen runter sammeln. Denen schmecken die Blätter nämlich hervorragend. 7-8 Ernten sind aufgrund der Schnelligkeit der Radieschen jedes Jahr drin. Wer im Zimmer (indoor) weiter macht, hat 12 Monate lang eigene Radieschen. Also an die Blumentöpfe, fertig, los!
Ein Beitrag vom 25. August 2014

Foto vom 25. August 2014

Den roten spitzen Gemüsepaprika kennt ihr. Innen sind die kleinen Kerne, die in der Regel im Biomüll landen. Dabei sind sie der Grundstein für neues Leben. Ein einziger Paprika reicht, um über 100 Pflanzen zu ziehen. Auf dem Bild seht ihr 4 Pflanzen aus solchen Kernchen gezogen.

Gesät im Februar, hatten sie Ende März bereits Blüten dran, für die es keine Bienen brauchte, um sie zu bestäuben. Eigenständig wuchsen ab April kleine Schoten, zunächst grün, ab Juni rot. Ende Juni konnte ein erstes Mal geerntet werden. Kurz darauf rappelten sich die 4 Pflanzen zu einer zweiten Runde. Ende Dezember gab es nochmals 11 Schoten aus eigener Zucht (Bild). Im Zimmer leben Paprikapflanzen ewig und produzieren ohne Unterlass.

Erfahrungswerte: Zwei Ernten pro Jahr locker möglich, großer + tiefer Topf nötig, werden ca 50 cm hoch, sehr durstig, nach Ernte neue Erde geben. Leben Jahre lang. Keine Bienen nötig.
Ein Beitrag vom 16. Februar 2015

Foto vom Februar 2015

Tomaten Woche für Woche kaufen? Warum nicht einfach ab Sommer nur noch ernten? In jeder Tomate sind gut 50 Kerne. 50x Grundsteine für neue Pflanzen, an denen bis zu 40 neue Tomaten hängen werden. Sucht euch also eine leckere Tomatensorte aus, 4 Kerne in die Erde und los.

Im Februar gesät, kann man ab Juli ernten. Danach hört es bei guter Pflege (frische Erde, gießen nicht vergessen) nicht mehr auf. Das Bild zeigt eine Tomate aus April. Da hatte die Pflanze ihren ersten Winter überlebt und war 2-jährig. Im Zimmer geht alles. Auch hier war nie eine Biene nötig, um Früchte zu erhalten.

Erfahrungswerte: Ernte ab Juni durchgehend, habe Pflanzen 3 Jahre alt bekommen, großer + tiefer Topf nötig und festbinden an Stangen, werden – je nach Sorte – ca 60 cm bis 1,5 Meter hoch. Nach Ernte neue Erde geben. Keine Bienen nötig.
Ein Beitrag vom 17. Februar 2015

Foto aus Februar 2015

Möhren bummeln. Machen aber dennoch Spaß, sie selber im Blumentopf zu ziehen. Bei einer Saat im Februar, hat man 3 Monate später frisches Gemüse. Aufpassen, es gibt auch Möhren, die brauchen 5 Monate (Saatpackung lesen!). Möhren brauchen ganz lockere Erde, am liebsten mit Sand gemischt. Wer öfter mal eine säht, ist auch am Stück vom Fensterbrett versorgt.

Erfahrungswerte: tiefer Topf, lockeres Erde-Sand-Gemisch, Geduld erforderlich, keine Bienen notwendig.
Ein Beitrag vom 19. Februar 2015

Foto eigener Fensterbrett Möhren aus 2014

Auch Salatsorten, wie Blattsalat oder Amerikanischer Pflücksalat wachsen prima im Blumentopf. Das Schöne daran: Wenn man immer nur die äußersten Blätter erntet, hört er niemals auf, aus der Mitte heraus weiter zu wachsen. Man hat also Salat, Salat, Salat und nochmals Salat. In den Sommermonaten brauchte er nur 2 Monate von Saat bis zu der Größe auf dem Bild. Möglich, das es so zeitig im Frühjahr etwas länger dauert. Und wem er schossert, der gewinnt eben neue Samen. Positiv denken!

Erfahrungswerte: gießen nicht vergessen, geht schnell, wächst immer weiter so lange die Mitte unversehrt bleibt, keine Bienen notwendig.
Ein Beitrag vom 20. Februar 2015

Mein Fensterbrett Pflücksalat. Foto aus 2014

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