2026 – 2027 Sanierung Brautwiesenplatz

Baustelle Brautwiesenplatz
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Görlitz packt den Brautwiesenplatz an. Es handelt sich dabei um den ersten Kreisverkehr der Welt. Baustart ist im Sommer 2026. Im Sommer 2027 will man fertig sein. Die Maßnahme geht mit erheblichen Verkehrseinschränkungen einher. Hier die Infos:

Das struppige Hundeklo bleibt

Die Krux vorweg: Es wird alles saniert, nur das „struppige Hundeklo“ nicht. Die Platzmitte bleibt, wie sie ist. Der Platz gehört nämlich gar nicht Görlitz, sondern ist ein Kreisverkehr auf einer Bundesstraße (B99), die auch noch Autobahnzubringer (A4) ist. Er gehört der LASuV. Bevor also in Dresden niemand die weltweite Bedeutung des Platzes versteht, passiert gar nichts.

Aber drum rum wirds hübsch. Hier die Infos.

Gehwege werden historisch Original

Rund herum sollen alle Fußwege ein einheitliches Bild bekommen. Das wird aus den Granitplatten und dem kleinen dunklen Basaltsteinen bestehen. Das ist die historische Gestaltung.

Fußweg zwischen Bahnhofstraße und Lutherstraße

Anhebung der Bordsteinkanten – Poller weg

Rund herum werden die Bordsteinkanten angehoben auf 10 – 12 cm. Parken vor den Häuserfronten ist dann passé. Damit können aber auch die ganzen Poller verschwinden, die jetzt parken kreuz und quer verhindern.

Hier am Beispiel zw. Brautwiesenstraße und Lutherstraße

Oder auch hier: Bordsteinkanten hoch, Pflaster wieder Original.

Vor dem Trafohäusel

Hier gibts allerdings eine Ausnahme!
Der Bordstein vor der Pension Lisakowski und vor der Gaststätte Drehscheibe bleibt abgesenkt.

Brautwiesenplatz Görlitz
Diese beiden Bordsteinkanten bleiben abgesenkt.

Grünstreifen am Bordstein

Rund herum gibt es neue Grünflächen. Sie sollen mit Wiesen und niedrigen Sträuchern begrünt werden.

Diese „Grünstreifen“ werden schön gemacht.

10 neue Bäume am Bordstein

Aktuell gibt es an der Außenkante des Platzes 4 Kugelahornbäume. Zwei vor der Pension Lisakowski:

Zwei Bäume vor der Pension

Zwei weitere Bäume befinden sich vor dem Bestattungshaus und dem Kiosk (zwischen Spremberger und Brautwiesenstraße):

Weitere zwei Bäume vor dem Bestatter

Hier sollen nun 10 Bäume dazu kommen, so dass es am Ende 14 Bäume rund um den Platz sind. Vorlage dabei ist die Platzgestaltung in den 30er Jahren. Bei Görlitz.de findet man neben Erklärungen dazu auch diese historische Postkarte als Vorlage.

Historische Postkarte mit vielen Bäume Außen entlang

Jetzt kommt etwas Interessantes: Bisher war das Argument, wieso man keine Straßenbäume pflanzen könnte immer, dass sich Leitungen im Untergrund befinden, die dies verhindern. In diesem Fall werden unterirdische Leitungen extra versetzt. Der Brautwiesenplatz wird damit zur Blaupause für künftige Diskussionen. Es geht nämlich doch! Sicher, irgendwer muss diese Tiefbaumaßnahme dann aber auch bezahlen…

Fahrbahnverengung Spremberger Straße

Der Anfang von der Spremberger Straße wird verengt. Somit kommen Fußgänger hier auf ganz kurzem Weg drüber. Gleich hinter der Verengung sind dann die Parkplätze.

Historische Fußgängerüberwege

Bisher haben die Fußgängerüberwege so eine geriffelte Struktur. Taktil nennt sich das, damit Menschen mit Einschränkungen es besser wahrnehmen und den Übergang „finden“. Das darf so nicht bleiben. Historisch sind Granitplatten. Das wird also getauscht.

Nix am Trafohäuschen

Und auch das ist vielleicht interessant: Dem Trafohäuschen passiert gar nichts. Keine Frischekur, keine wie-auch-immer-Nutzung, als öffentliche Toilette oder so. Es schlummert weiter in seinem in die Jahre gekommenen Zustand.

Die unterirdischen Arbeiten

Bei alle dem an und um die Gehwege, müsste ja der Verkehr nicht gesperrt werden. Es gibt jedoch eine riesen Buddelei. Eins haben wir schon gelesen: Die Verlegung unterirdischer Leitungen für die neuen Bäume.

Hinzu kommt, dass alle abgehenden Straßen vom Brautwiesenplatz an das neue Fernwärmenetz „United Heat“ angeschlossen werden sollen. Und dazu sind sehr tiefe und breite Gräben nötig für die neuen Rohrleitungen. Das heißt, die ganze Fahrbahn um den Kreisel verschwindet temporär. Einzige Ausnahme ist die Spremberger Straße. Die bekommt keinen Anschluss.

Verkehrssituation von Sommer bis Weihnachten 2026

Der Kreisel ist dicht ab Sommer 2026. Wir fahren nur das kurze Stück von Brautwiesenstraße in die Lutherstraße – und andersrum! Das werden völlig neue Gefühle!
rot = dicht
grün und türkis = befahrbar in beide Richtungen.

Ab November wird der erste Teil „befahrbar“ und das Stück zwischen Brautwiesenstraße und Lutherstraße aufgebuddelt.

Ganz zum Schluss ist der gesamte Platz kurz für den Verkehr gesperrt, damit er in einem Guss asphaltiert werden kann.

Umleitung 1

Da der Kreisel deaktiviert wird, muss der gesamte Verkehr umgeleitet werden.
Die große Umleitung geht über Wiesbadener Straße und Reichertstraße. Also alles, was raus oder rein in die Stadt will.

Umleitung 2

Wer von der Cottbuser Straße eigentlich in die Luthertsraße will (B99) muss den Umweg über die Brautwiesenstraße und Rauschwalder Straße fahren.

Straßenbau bis Weihnachten 2026,
Fußwege bis Sommer 2027

Bis Weihnachten 2026 soll alles, was mit Straßenbau zu tun hat, abgeschlossen sein, so dass der Verkehr wieder fließen kann. Ab da sind nur noch die Arbeiten an den Gehwegen vorgesehen. Dass dann bis Sommer 2027.

(Stand: Februar 2026)


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