Teil zwei in der Trilogie haben wir am 24. Januar 2026 gedreht, abermals in Görlitz. Ich will ein bisschen die Fotokiste öffnen und aus dem Nähkästchen vom Set plaudern. Damit verkürzen wir uns die Wartezeit bis Freitag, den 13. Februar zur Veröffentlichung!
Trilogie
Der Song „Lovestory“ ist die Fortsetzung von „One Night“. Dazu gibt es bereits einen Beitrag zum Dreh letzten August, hier.
Der Drehort
Wir waren dieses Mal in einer Ferienwohnung am Obermarkt. Ihr ahnt es: Wenn die Insiderin schon mal zu so einer Aussicht kommt, dann bringt sie auch Fotos mit. Hier also der Blick aus dieser Perspektive auf Brüderstraße, Dreifaltigkeitskirche, Klosterplatz, Reichenbacher Turm und den schönsten Parkplatz der Stadt.







Unsere Ferienwohnung bestand aus zwei Räumen, in denen wir gedreht haben. Echte Fans werden durch die Fenster im Video die Görlitzer Fassaden auf der gegenüber liegenden Straßenseite entdecken. Der Dreh begann mit Equipment und Requisiten hoch schleppen. 3x zu Fünft eine echte „Himmelsleiter“ hinauf. Dann Scheinwerfer einrichten, Technik startklar machen, Drehbuch durchgehen. Damit war die erste Stunde schon weg.
Mädchen für alles
Ich hab im Vorfeld gefragt, ob es mich wirklich braucht? Das Drehbuch war überschaubar, der Raum auch. Die Antwort war: „Ach doch, komm mal mit.“ Und dann ergaben sich die Aufgaben von ganz alleine. Lampe kurz schräg halten zum Bsp, wenn unsere Frau an der Kamera Anna Jones genau diesen Winkel zum drehen brauchte.

Oder auch unter ihr am Fußboden die Kabel gerade ziehen, damit sie sich nicht beim vor- und zurücklaufen verhedderte. Oder in Windeseile die Taschen wegräumen, wenn sie plötzlich im Rückwärtsgang ankam beim Dreh. Da mir schon klar war, dass ich den halben Tag auf allen Vieren rumkriechen werde oder auf Stühlen rumturnen, hatte ich wohlweislich die Jogginhose als Bekleidung für den Tag gewählt. 🙂

Ich war Souffleuse für den Liedtext und Einzählerin für die Bewegungen beim Dreh. Immer wieder spielte ich das Lied ab, weil es sich besser mit Musik drehte. Ich hatte den Blick für Situationskomik, die wir noch zusätzlich einbauen konnten. Ich war die zweite Kamera. Und irgendwer musste ja auch die „Tonnen“ an Technik und Equimpent in die 2. Etage schleppen, von Raum zu Raum und auch wieder zurück. Es braucht dann doch jemand, der weder performen muss noch an der Kamera oder am Licht aktiv ist. Eben das „Mädchen für alles“. Dies darf als Loblied verstanden werden für all die unsichtbaren Berufe „neben“ der Kamera.
Spaß am Set
Wir hatten viel zu lachen beim Videodreh. Dabei kann man Situationskomik oft schlecht nacherzählen, sei denn, sie ist auf einer Videoaufnahme gelandet. In folgendem Fall sollte unser Hauptdarsteller mit dem Handy in der Hand in der Türzarge runter rutschen. Das tat er auch! Allerdings so unvermittelt, dass es unsere Kamerafrau völlig überraschte.
Wir haben es dann noch einmal mit Einzählen versucht, so das beide wussten, wann es los gehen wird…
Eine andere Situation war, dass der Hauptdarsteller die Hauptdarstellerin anrufen sollte, damit ihr Handy klingelte. Zuvor hatte sie seinen Namen im Telefonbuch des Gerätes geändert und auch ein neutrales Foto bei ihm eingefügt. Und nun klingelte er also und klingelte und klingelte und wir filmten von schräg, von oben, von vorn. Irgendwann rief er: „Eh wissta, es sind schon 12 Unbeantwortete Anrufe!!!“
Eine Dritte sehr schöne Situation war, dass der Hauptdarsteller auf der Bettkante saß und sich so, wie er da saß, nach hinten kippen sollte, um zu liegen. Das tat er auch. Im Video sieht das später auch total gut aus. In der Realität allerdings kippte er derart schnell und unvermittelt nach hinten, wie ein Sack Kartoffeln. Wir lagen flach vor lachen, ein Mal, zwei Mal… Dann haben wir beschlossen, es ist besser, wie gehen raus aus dem Zimmer, sonst stört unser Gekicher die ganzen Aufnahmen.
Das Ergebnis kann sich jedoch in allen drei Fällen sehen lassen 🙂
Lichtschalter und Flügeltür
Wir drehten eine Szene, wo der Hauptdarsteller sein Handy, Autoschlüssel und Jacke greift und aus der Tür verschwindet. Plötzlich war die Idee da, er könne ja nochmal durch den Türspalt greifen und den Lichtschalter aus machen. Das stand so in keinem Drehbuch. Die Idee entwickelte sich weiter, dass es noch cooler wäre, Angelika greift durch die Tür und macht das Licht aus. Und schon hatten wir eine wunderschöne Schluss-Szene fürs Video.
Später dann war der Dreh mit Angelika dran. Als erstes mussten alle Scheinwerfer und Kabel in den Nachbarraum geschleppt werden und dann für alles die richtige Position gefunden werden. Dieser Raum hatte eine Flügeltür und die Kamerafrau Anna Jones kam ins schwärmen, dass sie auch immer eine Flügeltür haben wollte… Wir mussten die Tür auf beiden Flügeln öffnen, damit die Scheinwerfer und die Kamera in den passenden Winkel konnten. Und plötzlich war die Idee da, das Angelika doch genau diese Flügeltür öffnen könnte, um die Zuschauer ins Video einzuladen. Gedacht, gedreht! Manche Idee kommt tatsächlich erst beim machen…

Teaser zum Musikvideo
Für alle, die es kaum mehr aushalten bis zur Videopremiere, hier ein kleiner Videoschnipsel: https://youtube.com/shorts/9nAMFLHVRGI?si=ZuexpjqdIIkDOPqq
Weiter gehts mit…
Release – wir gucken Video, Freitag, 13.2., 10 Uhr!
Guckt gern wieder hier rein!
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