Ein neuer Stadtrat braucht vor allem eines: Zeit!

neuer Stadtrat
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Mit der Entscheidung Stadtrat zu werden, beginnt ein Ehrenamt für jeden Einzelnen der 38 gewählten, was es in sich hat. Die Hauptsatzung muss in Fleisch und Blut übergehen. Ein grundsätzliches Verständnis muss sich entwickeln, wofür man überhaupt zuständig ist und noch viel wichtiger: Wofür nicht!

Die einzelnen Gremien sind zu besetzen, was vielleicht noch am schnellsten geht. Ein Grundverständnis dafür muss wachsen, wie Verwaltung einer Stadt überhaupt funktioniert. Dazu muss man ausloten, mit wem man gut kann und wie es funktionieren kann, auch wenn man miteinander nicht gut kann. Das alles braucht Zeit. Erfahrungsgemäß bis Oktober, wenn im Mai Wahl war, bevor wieder Sachentscheidungen möglich sind. Aber warum dauert das so lange?

Stadtrat musisch gedacht

🎼 Wer gern musisch denkt, kann sich das so vorstellen:
Ein Orchester wird völlig neu besetzt. Das Problem: Jetzt gibt es 5 Klaviere, 10 Pauken, nur noch eine leise Geige, 3 schüchterne Triangeln und erst einmal keinen Dirigenten. Außerdem hat jeder eine andere Vorstellung davon, ob die Stücke nun adagio, largo oder allegro zu spielen sind. Und eigentlich wäre es cool, 1 Klavier entwickelt sich auf E-Piano und 3 Pauken entwickeln ihr gutes Talent auf weitere Percussion Instrumente.

Bevor dort wieder Wohlklang entsteht, braucht es einfach eine Findungsphase.

Stadtrat malerisch gedacht

🎨 Man kann das auch in Farben denken, für alle, die eher malerisch veranlagt sind:
Jeder Stadtrat hat einen Pinsel in seiner Fraktionsfarbe: blau, schwarz, grün, metallic-blau, gelb, rot u.s.w. Mancher besteht vielleicht darauf, das er gleich mit dem großen Farbroller loslegen will und alles grundieren. Andere sind mehr die Typen für Nuancen. Spannend ist das Mischen von Farben, ohne das es nicht geht: Passt blau mit braun zusammen? Will grün sich mit orange und schwarz mischen? Und was soll eigentlich überhaupt gemalt werden?

Auch wenn man es in Farben denkt wird deutlich, das es seine Zeit braucht, bis ein ansehnliches Gemälde dabei heraus kommt.

Stadtrat sportlich gedacht

⚽️ Die meisten holt es wohl ab, wenn es sportlich ausgedrückt wird:
Neue Mannschaftszusammensetzung. Das Problem: 10 Stürmer, 5 in der Verteidigung, 11 Schiedsrichter, 7 hatten noch nie einen Ball in der Hand, ein paar die ernsthaft gut spielen können. Anfangs unklar, wer kriegt sich denn jetzt mit wem gut den Ball zugespielt oder gute Vorlagen geliefert. Muss man die 38 Spieler eigentlich teilen und gegeneinander spielen lassen? Oder können die auch miteinander für ein höheres Ziel antreten, nämlich unser aller Heimatstadt Görlitz?

Auch in dieser Betrachtungsweise wird klar, das es einfach seine Zeit und tatsächlich Training und persönliche Entwicklung braucht, bis es ein vernünftiges, flüssiges Spiel wird, bei dem vielleicht sogar richtig echte Pokale zu gewinnen sind.

Es braucht einfach Zeit!

Erwarten wir also, das es seine Zeit brauchen wird. Es ist mehr, wie das Ausfüllen eines zeitintensiven Ehrenamtes. Es ist ein persönlicher Reifeprozess, es ist Interaktion und Findungsphase mit zunächst Fremden, es ist ein Begreifen der Spielregeln (für die Neuen). Und das alles stets mit dem Blick auf das höhere Ziel, nämlich unsere Stadt Görlitz.
Ein Beitrag vom 11.4.2019

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