Am 20. März jeden Jahres ist das Frühlings-Equinox. Die Tag-und-Nachtgleiche. Hier endet der Winter, hier beginnt der Frühling. Und eigentlich fängt jetzt auch das Jahr an. Hier dazu ein paar schöne Gedanken:
Tag und Nacht gleich lang
Am 20. März ist die Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche. Die Sonne geht ca. 6:03 Uhr auf und ca. 18:13 Uhr unter. Das macht ziemlich genau 12 Tagstunden und 12 Nachtstunde (die „Tag-und-Nachtgleiche“).
Der März ist der erste Monat des Jahres
Hä wie?
Für viele beginnt erst heute das Jahr. Die Monatsnamen künden davon, dass die Zählung eigentlich anders sein müsste.
In September steckt der „Septem“ = lateinisch für Sieben.
Im Oktober der „Octo“ = die Acht.
Auch in November („Novem“ = Neun) und Dezember („Decem“ = Zehn) steckt eine lateinische Zahl.
Würde man weiter zählen, wäre der Januar die Nr 11 und der Februar die Nr 12. Der März ist also die Eins bei 12 Monaten.
Das klappt auch rückwärts: Zählt man von September, der Sieben, zurück, dann ist die Eins – schon wieder – der März. Rum wie num ist der März der erste Monat des Jahres. Und so ist heute auch Frühlingsanfang, der Anfang von etwas Neuem.
Monats-Mond-Bezeichungen
Spannend sind dabei auch die alten Monats-Mondbezeichungen.
Der Januar-Mond ist der „Hartung“, der Eismond. Und ja, viel Eis kann es im Januar geben, wie 2026 gezeigt hat.
Der Februar-Mond ist der „Hornung“, der Paarungsmonat. Ein Blick in die Natur und in die Tierkinderstuben zeigt, überall wird gebalzt und gepaart. Jetzt im März (ein paar Schwangerschaftswochen später) hoppeln die Häschen und springen die Zieglein. Und auch der Fasching, jemand die „Hörner aufsetzen“, passiert im Hornung-Mond.
Der März-Mond ist nun der „Lenzing“, der Frühlingsmond. Ein Blick in die Natur zeigt, es sprießen die Knospen und Blüten, es summen die Insekten los. Nicht mehr lange sind die Wiesen wieder grün und „Der Lenz will uns grüßen“. Vielleicht ist noch jemand textsicher:
Das Kuddelmuddel bei der Zählerei
Ein Mondjahr hat ca. 354 Tage. Unser Gregorianischen Kalender jedoch ca. 365 Tage. Die fehlenden Tage machen jedes Jahr die Rauhnächte aus, die „Zeit zwischen der Zeit“ in der die Arbeit (früher) ruhte und draußen die Geister umgingen. Aller paar Jahre ergibt sich ein 13. Mond. Deswegen springt Ostern auch aller paar Jahre vom April in den März, denn das Datum orientiert sich am Mond. Also anders, wie zum Bsp der Frauentag, der fest an den 8. März gebunden ist oder der „Tag der Arbeit“ am 1. Mai. Ostern „rutscht“ mit dem Mond.
Seit 1584 wird gregorianisch gezählt in der Lausitz
Der Gregorianischen Kalender, unsere aktuelle Zählart, wurde 1582 eingeführt. Herrn Scultetus ist es zu verdanken, dass diese Zählart 1584 in der Lausitz ankam. Seitdem ist es so – also nur ein verhältnismäßig kurzer Ausschnitt der Menschheitsgeschichte. Wer mit den Monden und ihrer Qualität lebt, ist näher am Rythmus der Natur.
Und was ist dann mit Silvester?
Wenn im März das Jahr anfängt, was feiern wir dann am 31.12. jedes Jahr? Das kommt ganz darauf an: Die alten Germanen vertreiben an diesem Tag mit lauten Knallgeräuschen und Feuerrädern (Feuerwerk) die bösen Geister, siehe hier.
Wer „Silvester“ feiert, gedenkt genau genommen dem Todestag von Silvester dem I., der 335 starb. Er war der Bischof von Rom und ist der Namenspate des Silvesterfestes. Die römisch-katholische Kirche erinnert jedes Jahr am 31.12. an seinen Tod.
Ein paar Quellen
Viele schöne Gedanken, denen man nachsinnieren kann. Hier ein paar Vertiefungsmöglichkeiten:
Unsere Scultetus Sternwarte Görlitz hat jedes Jahr einen Vortragsabend im Kalender und bringt all diese Themen.
Unverändert wunderbar ist das Buch „Die Reise durch den Jahreskreis“ mit vielen Infos zu den alten Jahreskreisfesten im Rhythmus der Natur.

Und hier ein spannender Link zu den alten Monatsnamen.
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