Deutschland erlebt im Juni 2026 eine enorme Hitzewelle, die alte Temperatur Rekorde purzeln lässt. Für alte oder kranke Menschen ist das nicht nur „Sommer“. Es kann gefährlich werden. Ebenso für Haustiere. Hier ein paar erprobte Hausfrauen-Tipps, die sich bewährt haben.
1. Nachts lüften, tagsüber Fenster zu und abhängen
Einfacher Trick, aber sehr effektiv. Nachts sinken die Temperaturen auf 15 – 22 Grad. Tagsüber sind 30 bis an die 40 Grad. Es macht also Sinn, die Nachttemperaturen reinzulassen und die Tagestemperaturen auszusperren. Tagüber auch Rolles runter, Gardine zu, irgendwie die Fenster abhängen. In südlichen Ländern haben die so hübsche Fensterläden deswegen…

2. Wasser in Wanne und Dusche einlassen – regelmäßig rein
Ebenfalls ein einfacher Trick! Man kann sich auch zu Hause im Stundentakt runter kühlen. Das Wasser nimmt die Raumtemperatur an. Nach belieben kann man kaltes Wasser nachlassen. Wenn nur Füße und Unterschenkel, sowie Hände und Unterarme abgekühlt werden, kühlt es sofort den ganzen Körper runter via Blutkreislauf. Das Wasser tgl wechseln.

3. Elektrolyte und viel Flüssigkeit
Viel trinken kennen wir als wichtige Tipp. (Gemeint sind dabei weder Alkohol, noch Kaffee!) Wasser alleine spült aber gern einfach nur durch und strapaziert die Nieren. Gut ist, zusätzlich Elektrolyte zuzufügen. Die stecken unter anderem in isotonischen Durstlöschern. Einfach ausprobieren. Wenn die Leistungskurve rauf geht, war es richtig.

4. Leichtes Essen
Der fette Braten, die fetten Pommes, die Tonnen Schokolade, warme Suppen – das strengt alles das System an. Salate, Reis, Hühnchen – kurz die leichte Küche – ist zu aktivieren. Alles was sich kalt zusammen rühren lässt vermeidet zudem, dass die Herdplatten zusätzliche Wärme in der Wohnung erzeugen.

5. Kühlende Nahrungsmittel
Diese Lehre kommt aus dem Chinesischen TCM und berücksichtigt die thermische Wirkkung von Nahrungsmitteln. Jetzt ist die Zeit für Melone, für Gurkensalat, für Zitrosfrüchte, Pfefferminze, Jogurt, Milch und Buttermilch. Ganz falsch ist Alkohol und eiskalte Getränke. Lieber lauwarm trinken.

6. Siesta
Die kennt unser Kulturkreis nicht und macht sich damit das Leben schwer. Sinn macht es, von 6 – 9 Uhr etwas zu machen, dann Pause, und dann wieder ab 19 Uhr. Nicht grundlos sind in südlichen Ländern früh mal kurz die Läden auf, dann ruht der ganze Urlaubsort und erst Nachts beginnt das Leben. Das sind Erfahrungswerte der Einwohner entlang des Mittelmeeres.

7. Ab in See
Wir haben die Nachmittage an See verlegt oder vielmehr hinein. Das macht man üblicherweise als Kind und Jugendlicher, als Erwachsener leider nicht mehr so oft. Mit SUP und Schwimmbrett oder Luftmatratze kann man sehr lange im Wasser bleiben und die 23 Grad Wassertemperatur genießen. Vorsicht: Langsam rein gehen, damit der Kreislauf hinterher kommt. Günstig ist auch, sich „Schatten“ mitzunehmen, da der See viel zu wenig Schatten spendende Bäume hat. Also in Form eines Sonnenschirms, einer Strandmuschel oder eines Sonnensegels.
Zur Übersicht der Badeseen und Schwimmbäder.

Die Zgorzelecer haben wieder die Berieselungsanlagen aufgestellt und im Snaypark gibt es eine große Fontäne, durch die man flitzen kann.
Auf Görlitzer Seite kann ich nur an die Trinkwasserbrunnen erinnern.
7. Schatten und Luftzug statt hitzige Wohnung
Bis 24 Grad ist glaub für viele alles in Ordnung in der Wohnung, danach wird es anstrengend für den Körper. Es kann tatsächlich schöner sein rauszugehen, auch wenn es dort wärmer ist. Aber der Sauerstoff, der Luftzug, der kühle Schatten unter Bäumen, die Nähe zu einem Fluss oder See wirken eher belebend, als im heimischen Wlan zu braten. Ausprobieren!

8. Leichte, kühlende Kleidung
Auch Textilien wirken thermisch. Viele Textilien stauen eher die Wärme. Kühlend wirkt Seide, Leinen und einige High-Tec-Textilien aus dem Sportbereich. Sie alle leiten Körperwärme ab. Hingegen ist Wolle, Baumwolle und Polyester jetzt gerade ganz schlecht. Die wärmen nämlich zusätzlich. Zu Hause, wo keiner guckt, kann man ja auch nackig rumflitzen 🙂

9. Duschen, Deo, Klamotten wechseln
Das Miteinander an heißen Sommertagen wird strapaziert, weil es nicht jedem gegeben ist tgl zu duschen, ein Deo zu benutzen und jeden Tag Unterwäsche und T-Shirts zu wechseln. Die eigene Nase riecht manchmal nicht, was Mitmenschen an die Kotzgrenze bringt. Also bitte: Einfach machen!

10. Nickerchen
Auch das gehört dazu: Augen zu und „Energie sparen“. Es gibt an heißen Tagen nichts zu erreichen. Also kann man auch ein kleines Nickerchen einschieben. Es ist meist sowieso nur der Mensch, der gegen die Natur lebt…

11. Was muss? Was kann warten?
Wir erleben einige Absagen für Veranstaltungen dieser Tage oder es wird umdisponiert auf Indoor. Tiershows entfallen ganz. Kindergruppen treten nicht auf. Das ist sehr vernünftig. Sowohl Akteuere, wie auch Gäste müssen heil wieder nach Hause kommen. Bitte informiert Euch, bevor ihr irgendwohin startet, ob und wo es stattfindet.

12. Temporäres Event
Der aufbauende Gedanke ist, dass „Krisen“ grundsätzlich temporär sind. Das heißt, es hört wieder auf. In diesem Fall (Juni 2026) sind es mal 5 Tage. Das unterstreicht meinen Ansatz, das man die 5 Tage auch mal runterfahren kann und auf dem Erdball „schwänzen“. Es ist dann mal nicht für die Firma, für die Verpflichtungen, fürs Ehrenamt. Es ist einfach mal für einen Selbst. Eine Frage der Selbstliebe sozusagen.
Gleichzeitig steigt momentan die Anerkennung für alle, die müssen: Rettungsdienste, Verkäufer, Krankenhausmitarbeiter, Versorger. Man hofft, dass sie alle klimatisierte Räume und Fahrzeuge haben.
Ich selber hab mich mit diesen Maßnahmen ganz gut kalibriert bekommen. Deswegen möchte ich es an Euch weiter geben.
Das war erst der Juni
Besser, wir probieren ein paar dieser Dinge in den heißen Alltag zu integrieren, denn das war erst der Juni. Da wartet noch der ganze Juli, August und ein Stückchen September, die sehr heiß werden können.
Am Sonntag oder Montag kommen wir wieder runter von den Temperaturen. Dann allerdings mit Gewittern, denen Unwetter-Charakter zugeschrieben wird. Starke Windböhen, Sturzfluten inklusive. Das hatten wir letztes Wochenende mit gehörig Schäden an den Görlitzer Bäumen.
Bleibt also behütet!
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