Eine Freundin hat in einer Fotokiste alte Görlitzfotos gefunden und mir zur Verfügung gestellt. Ihren Namen brauch ich nicht nennen, wohl aber die Fotos urheberrechtlich sichern gegen Diebstahl aus dem Netz. Also: Urheberrechte beachten! Damit viel Freude:
Nikolaistraße
Und das ist nun tatsächlich das letzte Foto dieser Serie. Wir sind in der Nikolaistraße. Die hat sich kaum verändert. Eine Perle war Görlitz schon immer. Nur zwischendrin tüchtig in die Jahre gekommen.

Bäckerstraße
Stopp in der Bäckerstraße beim Fischmarkt. Dort haben wir die alte Inschrift „Kräftiges Mittagessen“ über die Jahrhunderte gerettet. Im Hintergrund verläuft die Weberstraße.
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Aus der Ochsenbastei
Manche Dinge ändern sich nie. Wie diese Ansicht aus der Ochsenbastei heraus auf den Platz Jakob Böhme Straße. Die „Wählt Thälmann“ Filmkulissen Wand ist auch schon da. Einzig: Durch den Schulbau sind Bäume verschwunden hinter der Thälmann Mauer.
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Brunnen Zwinger
Dieser Brunnen soll mal im Zwinger gestanden haben. Inzwischen ist er wohl beim „Gebratenen Storch“, der Gaststätte am Tierpark.
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Waidhaus
Wir sind Uferstraße und blicken zum Waidhaus, was noch ein grauer Klotz ist. Nun soll der erste Profanbau der Stadt (also das erste öffentliche Gebäude) eine Treppe außen an den Giebel bekommen. Denkmalschützer kippen reihenweise vom Stuhl, dass ein Gebäude aus dem 12. Jahrhundert nach 800 Jahren „angegriffen“ werden darf.
Die Stadtmauer ist noch intakt. Das „Café 13“ ist im Baugerüst. Und das alte Café „Zur Altstadt“ an der Ecke Neißestraße hat noch seine Terrasse mit Laternchen. Heut haben wir da einen unerklärlichen Mauervorsprung.
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Das Weinberghaus 1991.
Da war es bereits geschlossen, aber noch in rettbarem Zustand. Inzwischen sind wir 35 Jahre später. Der Turm ist immer wieder Ziel von Vandalen, die darin wüten. Ebenso das Gaststättengebäude selbst. Zuletzt brannte es darin 2024.
2021 gab es zumindest nochmal Theatervorführungen darin, aber die Herren aus Berlin nahmen nach 2 Monaten Vorstellung Abstand von einem Ganzjahresbetrieb.
2018 sollten die Görlitzer ihre Erinnerungen beim Tag des offenen Denkmals erzählen. Ein Buch sollte entstehen. Hat davon je wieder jemand was gehört? Seine letzte wirkliche Glanzstunde hatte das Objekt, als der Fliegende Biergarten Ende der 90er Jahre darin einen Sommer betrieben wurde.
Der Turm wurde 1885 für die Gewerbeausstellung auf dem Lutherplatz gebaut. Danach errichtete der Riesengebirgsverein das Weinberghaus 1890 mit Turm an der bekannten Stelle – mit Blick ins Riesengebirge. Bis 1985 war das Haus in Betrieb und ist damit fest verankert in der Erinnerung der Görlitzer ü50. Das Aus kam wegen Schädlingsbefall im Holz. 41 Jahre her. Der Eigentümer (eine Privatperson aus Bremen) betont immer wieder, er würde ja sanieren, käme nur jemand mit der richtigen Idee… Ein Trauerspiel in einem nie enden wollenden Akt.
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Die Rosenstraße.
Nein, wohnen tat hier schon lange keiner mehr. Und ein Hausmeisterdienst für den Bordstein vor dem Haus war noch nicht erfunden. Bis dato oblag die Pflege vor dem Haus noch oftmals den Bewohnern selbst. Aber wo keine mehr waren… Das Eckgebäude hin zur Petersstraße hingegen war schon saniert.
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Der Demianiplatz 1991.
Noch mit ganz vielen Oberleitungen der Straßenbahn hinab zur Bautzner Straße. Überall noch so lustige Autos. Der Straßenzug noch sehr mausgrau. Dafür junge Menschen noch schlank. Das Theater wartet auch noch auf seine aufhellende Frischekur.
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Blick vom Demi zum Marienplatz 1991
Der Dicke Turm ist noch ein wenig mausgrau. Das erste Gebäude dahinter hat noch einen Balkon! Der Elli, unsere grüne Prachtstraße (Infos dazu), hat noch seine großen schönen Bäume. Die grünen Freunde von 1862 waren leider zuletzt nicht mehr zu halten (Infos dazu). Nun heißt es Geduld haben, bis die neuen Bäumchen wieder stattlich sind. UND: Viele viele Menschen auf dem Marienplatz am Brunnen. Ich hab extra mit der Lupe geguckt: Es ist kein Markt. Die Menschen genießen einfach die Bänke am Brunnenrand – ähnlich wie heute oft an der Muschelminna.
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Der Grenzübergang an der Stadtbrücke.
Keine EU, keine offenen Grenzen. Reisefreiheit ja. Ausweis zeigen, Mindestmengen, warten und anstehen. Dafür Ordnung und Sicherheit. Die Länder noch als solche erkennbar. Landestypische Dinge, statt Einheitsbrei. An Briefkastenfirmen war noch gar nicht zu denken. Eben so wenig an Büros, die das Abgreifen von deutschen Sozialleistungen erklären und tausende Pendler. Auch nicht an Grenzstau zu allen Feiertagen. Die Welt war noch eine ganz andere…
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Der Marienplatz 1991.
Dieses Foto ist in zweierlei Hinsicht interessant. Der Marienplatz bietet noch eine Durchfahrt zum Elli! Das war schon seit mindestens 1890 so. Erst mit der Kaputtsanierung verschwand diese Durchfahrt. Und die Annenschule steckt gerade im Baugerüst.
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Trabbitreffen auf dem Untermarkt
So mausgrau verkatert sehen die Fassaden hier gar nicht mehr aus, 1991. Und es ist Hochzeit angesagt! Deswegen haben die Damen einen Strauß in der Hand und sich in Schale geworfen.
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Unser Kaufhaus
Wie gerne würde ich sagen: „Guckt mal, es geht los mit der Sanierung vom Kaufhaus!“ Aber hier sind wir 1991 und stehen auf dem Demi. Bauboom damals! Endlich gab es Materialien. Neben dem Kaufhaus ist auch das „Hotel Strauß“ in einem Baugerüst. Die „Annenschule“ auch und der „Schönhof“.
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Der Brunnen Marienplatz
Da haben wir ihn nochmal 1991. Das Stadtgrün ist gerade fleißig und säubert die Rabatten. Im Hintergrund zupfen sie noch. Die Fontäne sprudelt. Senioren treffen sich auf den Bänken zu einem Schwatz. Und die Tatra hält gerade am Demi. *schön
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Diese Serie wird noch ein paar Tage fortgesetzt…
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