Eine Frage der Zeit bis zum nächsten Unglück?

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(28.5.2026): Montag vor einer Woche, um 17:23 Uhr, stand ich Eis schleckernd auf der Altstadtbrücke und betrachtete mir das sich inzwischen bedrohlich verändernde Haus an der Breslauer Straße in Zgorzelec

Nach einem Gewitter mit 15 mm Regen

Mittwoch, 01.07.2026: Ich bin mir sicher, es schafft es dieses Jahr einzustürzen. Oder jemand trägt den desolaten Teil ab, bevor ein Unglück passiert. Es geht munter voran: Das Wetter hat weiter Dachziegel runtergeschupst (rechts und links) und auch die ganze Dachkante links fehlt inzwischen.

Starke Bewegungen im Dach

Sonntag, 28.6., und Montag, 29.6., bemerkte eine Anwohnerin der Hotherstraße starke Bewegungen im Dach des einsturzgefährdeten polnischen Hauses. Dicke Staubwolken kamen aus dem Gebäude. Zwei Dachgauben sind versunken. Ein Baum vom Dach abgestürzt. Dazu knallt es immerfort im Gebäude von herabstürzenden Teilen. Sie hielt die Kamera drauf.
Ich war inzwischen Fotos holen. Es ist absurd aus deutscher Sicht.
Die Feuerwehr von Zgorzelec sperrte den Bereich zur Straße ab. Also: Mit Flatterband, an rollenden Mülltonnen, und auch nur die Grundstücksgrenze. Weder den Fußweg noch die Straße.

Foto: 29.06.2026
Foto: 29.06.2026
Foto: 29.06.2026

Neuigkeiten: Es gibt einen Abrissplan

21.06.2026: Halleluja! Es tut sich was am Haus auf der alten Breslauer Straße (Wrocławska). Die Tageszeitung hat recherchiert. Demnach hat die Betreiberin der Dreiradenmühle bereits 2024 an das zuständige (polnische) Bauamt gewendet. Von dort kam eine Absage, sich mit dem Fall zu beschäftigen, da er bereits vorlag. Aktuell überlegt die Dreiradenmühle, alle Tische aus der Nähe wegzuräumen und lieber am sicheren Ende dichter zu stellen. Ich würde nicht länger überlegen, sondern MACHEN!

Es ist der polnische Denkmalschutz, der das Haus immer noch als schützenswert betrachtet. Ein vollständiger Abriss sei deshalb verboten worden. Nur die Teile, die eine Gefahr darstellen und nicht rettbar sind, sollen abgerissen werden. Das wird auf dem Eigentümer auferlegt.

Und Eigentümer ist Herr Papanaum. Das ist der Herr, der auch den Postplatz gegenüber der Altstadtbrücke in Zgorzelec im Mai 2009 bauen ließ oder die „orangene Blechbüchse“ an der Stadtbrücke März 2013. Beides große Objekte, die nie eröffnet wurden. Es wird vermutet, dass er auch ohne Genehmigung vollständig abreißen wird.

Lieber heut, als morgen! Bevor nämlich Kaffeegäste, Angler oder Passanten auf der Vorderseite des Hauses erschlagen werden. Seit dem Einstürz des Hauses auf der Moltkestraße sollte doch Gesamt-Görlitz~Zgorzelec viel gelernt haben…
Aktuelles Foto von Mittwoch, diese Woche.

Foto: 17. Juni 2026

Die Situation

Foto: 28.52026

Ein Bekannter von der Hotherstraße kam und erzählte, dass dort die Nachbarn schon Wetten abgeschlossen haben, ob es einstürzt und wann. Lustig ist das alles nicht. Genau daneben sitzen Gäste der Dreiradenmühle auf der Terrasse bei Essen und Getränken. Der Bekannte sagte, es verändert sich nicht. Mein Foto aus Januar sagt, oh doch, es verändert sich so sehr, dass man zusehen kann. Und auch der Giebel hängt schon tüchtig nach vorn (zweites Foto).

Ca. 7 Minuten später stürzte aus noch ungeklärter Ursache ein vollkommen saniertes und gewartetes Haus auf der Moltkestraße zusammen. Es kostete 3 Menschen das Leben und beschäftigte zwischen 500 – 1.000 Einsatzkräfte 4 Tage lang 24/7. Ich steckte thematisch schon vorher in einer Synchronizität.

Hier an der Neiße scheint es mir eine Frage der Zeit, wann sich das Unglück wiederholt. Was das bedeuten würde, wissen wir seit einer Woche.

Das Haus im Verlauf der letzten Zeit

Hier im Januar 2026:

Foto vom 16. Januar 2026

Auch die Fotografen haben immer wieder auf die Problematik hingewiesen. Ihre Bilder habe ich mit mahnenden Worten kommentiert. Hier Frank Fichtner im März 2025:

Hier Arkadiusz Kucharski im Juni 2024:

Hier sieht man es am 16. Mai 2021, bereits mit Bäumchen im Dach. Das war bereits der Anfang vom Ende:

Foto: 16. Mai 2021

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