Die Ochsenbastei ist ein Rest der erhaltenden Stadtmauer, die in den 1840er Jahren abgetragen wurde. Zwischen der doppelten Stadtmauer befindet sich heute eine zauberhafte Grünanlage. Ihren Namen hat sie von einem ehemaligen Stadttor, durch das man auf die Viehwiesen an der Neiße gelangte. Hier ein paar Eindrücke.
Eingang Bergstraße
Diese Ansicht mit der hübschen Villa Josefina ist ein ganz beliebtes Fotomotiv. Die Villa war früher ein Kindergarten.

Hier ein Bild aus dem Juni 2021, da war die Natur schon etwas weiter und üppiger.

Gehen wir also hinein.

Herrliche Gartenanlage
Der Bereich zwischen der doppelten Stadtmauer ist heute gärtnerisch aufgewertet.
Ebenfalls vorhanden ist noch dieses Basteitürmchen, welches hier hinter den Büschen hervor lugt.

Dieses Türmchen fiel mir 2015 im November aus, als alle Bäume die Sicht frei gaben. Es ist Namenlos und birgt viel Potenzial. Für ein kleines Café zum Beispiel.

Hinter der nächsten Wegbiegung wird die Sicht frei auf die Peterskirche.

Viele lauschige Ecken laden zum Verweilen ein.
Die Zeit der Damen in weiten Gewändern und Herren mit Zylindern ist leider vorbei, die am Wochenende ein wenig flanieren. Statt dessen kämpft die Gartenanlage immer wieder mit Vandalismus und riecht tüchtig nach verrichteter Notdurft der Schnapsleichen und Drogenheinis, die hier gern ihre Tage verbringen. Was freue ich mich auf den Tag, wenn die Menschheit wieder zu Benimm und Verstand kommt…

Von hier geht eine Treppe hinauf auf eine zweite Ebene, die im Jahr 2.000 ihre heutige Gestaltung bekam.

Die Terrasse mit dem Blauregen
Hier oben wird es ab Anfang Mai wunderschön. Dann nämlich, wenn der Blauregen zur Blüte ansetzt, Momentan wirk es noch ein wenig kahl. Das ändert sich nun. Und auch danach ist es zauberhaft dort oben, wenn das dichte Blätterdach des Blauregen eine malerische Kulisse aus Licht und Schatten zaubert.
Hier der Brunnen unter der Pergolga.

Auf der anderen Seite steht eine Bank in der Blickachse der Pergola.

Übrigens eine „berühmte“ Bank. Sie hat es schon auf ein Ölgemälde der Malerin Olga Yakovenko geschafft. Zum Bild.
Der Star der oberen Terrasse fängt gerade an zu blühen.

Blütezeit ist immer ab Anfang Mai. Mehr Standorte von Blauregen habe ich hier.
In voller Blüte sieht es dann so aus. Ideal um Selfis zu machen.

2023 wurde diese Terrasse schon für Abendkonzerte genutzt. Sowas geht doch in die richtige Richtung!
1714 noch komplett bebaut
An allen Stadttürmen und an der Stadtmauer steht der Kupferstich von Daniel Pezold von 1714. Dort sehen wir, dass die oberer Terrasse einst vollständig bebaut war mit Hinterhäusern der Kränzelstraße. Und auch der graue Basteiturm am Eingang Uferstraße stand ursprünglich direkt am Neißeufer. Er soll versetzt worden sein. Heute läuft man auf der Uferstraße dort nicht mehr hindurch. *spannend

Der barocke Garten
Wieder unten, kommt man in das nächste Highlight der Ochsenbastei. In den barock anmutenden Garten mit Brunnen und Zierhecken aus Buchsbaum. Die Buchsbäume fand der Buchsbaumzünsler mal sehr schmackhaft. Die Büsche mussten entfernt werden. Das Problem ist nun behoben.
Diese Anlage wurde von Gartenbaudirektor Henry Kraft in den 60er Jahren angelegt – mit Hilfe der Görlitzer selbst im Rahmen des „Nationalen Aufbauwerkes“, kurz NAW. Das NAW, vielmehr die Görlitzer Bürger unter dieser fachlichen Anleitung haben viele schöne Ecken in Görlitz geschaffen. So gehört auch der Zwinger dazu oder das Birkenwäldchen, auch der Berggarten oder die Freilichtbühne im Stadtpark. So lange der Geist des NAW noch nachwehte, war der Zerstörungswut einhalt geboten. Immerhin waren es Vater und Opa, die diese schönen Anlangen geschaffen hatten…

Hier lässt sich schön mit den Türmen der Peterskirche in direkter Blickachse „spielen“ beim fotografieren.

Von hier oben gibt es einen zauberhaften Blick auf die Neiße und die Altstadtbrücke, sowie unser „rotes Ungetüm„.

Hier nochmal ein Foto aus Juni 2021 mit üppigerer Vegetation.

Nochmal der Blick aus der anderen Richtung auf den barocken Teil der Ochsenbastei. Bei Touristen ist es sehr beliebt.

Im Herbst verwandelt sich die Ochsenbastei dann in ein Träumchen aus rotem Wein.
Lange Treppe zur Uferstraße
Und auch das ist ein Highlight aus Licht und Schatten, wenn man es gut in Szene gesetzt bekommt – die lange Treppe zur Uferstraße auf der Rückseite des Basteiturmes. Auch so ein Objek, was wir nicht in Verwendung gebracht haben.

Hier nochmal ein Foto von April 2018 in anderen Lichtverhältnissen.

Hier der Blick von unten:

Und so landet man am zweiten Eingangstor auf der Uferstraße.

Da diese Treppe zwar wunderschön, aber nicht barrierefrei ist, empfielt es sich, einfach zurück zur Bergstraße zu gehen. Dort ist der „Ausgang“ ebenerdig.

Video Rundgang
2020, im Coronajahr, war ich schöne Bilder holen in der Ochsenbastei. Ebenfalls Anfang Mai. Hier sind sie nochmals:
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