Die Blüten im Winter

Winterschneeball-Weinhübel-Goerlitz
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Blüten im Winter? Da liegt doch (eigentlich) Schnee! Soweit ist das völlig richtig, die Natur ruht. Dennoch rappelt es sich hier und da und so ganz ohne Blüten sind wir im Dezember und Januar nicht. Pfiffigen Gärtnern sei dank und natürlich Mutter Natur, die längst das neue Jahr vorbereitet hat.

Der Winterschneeball

Das klingt schon vom Namen her so und das ist auch so. Im Dezember und Januar blüht dieser Strauch. Es handelt sich dabei um eine Züchtung aus Edinburgh und Nordwales, die erst 1933 gelang. Die Blüten riechen angenehm und intensiv. Wem Blütenduft in den Wintermonaten fehlt – einfach Winterschneebälle suchen…

Winterschneebälle stehen unter anderem auf dem Friedhof (hinter der alten Trauerhalle und am Durchgang Alter Friedhof zum Krematorium) oder aber in Weinhübel hinterm Deutsch Ossig Block.

Winterschneebälle sehe ich immer öfter in privaten Vorgärten. Wie fit da lokale Gartencenter sind, weiß ich nicht. Auf jeden Fall kann man so einen Strauch online kaufen.

Foto vom 24.12.2013
Foto: 26.1.2015

2020 bereits Mitte November.

Das Wintergeißblatt

Hierbei handelt es sich um einen kleinen Chinesen, den pfiffige Gärter zu uns gebracht haben. Auch diese Blüte taucht schon im Dezember und Januar auf und hat einen ganz zarten Durft. Gefunden habe ich sie neben der Alten Trauerhalle. Auch Wintergeißblätter kann man online kaufen.

Foto: 26.1.2015

Die Winterblüte

Die heißt tatsächlich so. Es handelt sich ebenfalls um einen kleinen Chinesen, der erstmals Mitte des 19. Jhd bei uns erwähnt wurde. Sie blüht Dezember bis März. Auch sie findet man auf dem Städtischen Friedhof, unweit des Krematoriums in Richtung Alter Friedhof. Auch sie kann man online kaufen.

Der Winterjasmin

Als ich das erste Mal diesen Strauch entdeckte, hielt ich ihn für eine verwirrte Forsythie. Mit mir staunte Facebook: Der Zweig Zittauer Straße bekam 197 Likes. So stolpert man in Themengebiete, beginnt sich zu interessieren und mit wacherem Blick durch die Welt zu gehen.

Auch der Winterjasmin ist ein kleiner Chinese. Es blüht von Januar bis April, bei sehr milden Temperaturen zeigt er die Blüten schon vor Weihnachten. Schnuppern tut er aber nicht. Wir haben ihn in Görlitz in Weinhübel an der Zittauer Straße (siehe Foto: bei Post und Apotheke), im Klinikum an der (ehemaligen) Entbindungsstation und auf dem Mühlweg. Den bekommt man ebenfalls online zu kaufen.

Foto: 19.12.2015
Foto: Dezember 2018
Mühlweg, Foto: 26.12.2020

Die Zaubernuss

Die haben wir in rot und gelb auf dem Friedhof stehen. Sowohl auf dem neuen Friedhof, wie auch oberhalb des Nikolaifriedhofs. Es gibt mehrere Arten, die ursprünglich aus Nordamerika und Ost-Asien zu uns gekommen sind. Die Zaubernuss blüht Dezember bis Februar und duftet sogar. Die Medizin beschreibt mehrere Heilwirkungen. Der Friedhofsmeister Gunther Weinert ist seit vielen Jahren bemüht, einen ganzjährig attraktiven Park zu pflanzen. Ich empfehle dringend seine botanischen Führungen!!!

Zaubernüsse gibt es als Strauch ebenfalls online zu kaufen.
Zaubernuss in rot.
Zaubernuss in gelb.

Auch die Zaubernuss 2020 bereits Mitte November.

“Ich hab da mal was vorbereitet”

Mutter Natur schickt uns nicht in den Winter, ohne schon längst das neue Frühjahr vorbereitet zu haben. Ein Aspekt, der Jahr vor Jahr Hoffnung schenkt:

Schon im Herbst “bastelt” Mutter Natur die männlichen Blütenstände der Haselnuss. Das sind diese gelben langen Schwänzchen (Kätzchen). Die müssen sich dann nur noch öffnen und den Blütenstaub freilassen. Der soll die weiblichen Blütenstände treffen. Das sind die kleinen roten Knospen (vor meinem Handschuh). An den Stellen der roten Blüten wachsen nach erfolgreicher Bestäubung dann die Haselnüsse.

Das alles ist im Winter fertig angelegt. Blütenstaub-Alarm ist dann meist im Februar. Allergiker kennen sich da bestens aus. In der Tendenz passiert es immer zeitiger im Jahr.

Die Haselnuss ist das Paradebeispiel für Windbestäubung. Sollte die Menschheit auf ihrem aktuellen Kurs irgendwann erfolgreich Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Bestäuber ausgemerzt haben, bleiben immernoch die Pflanzen, die es alleine können. Das ist natürlich kein Freibrief sich weiterhin der Natur gegenüber wie die Axt im Walde zu verhalten. Aber es nimmt die Angst, dass wir sofort alle sterben müssen. Lasst Euch nicht irre machen und verhaltet Euch dennoch nachhaltig gegenüber der Natur!

Foto vom 26.1.2015

Und auch die Knospen der Magnolie sind längst im Herbst angelegt, siehe Extrabeitrag.

“Wir ziehen tapfer durch”

Ein echter Held ist das Gänseblümchen. Wenn nicht gerade Schnee darauf liegt, blüht es munter auch im Dezember, Januar, Februar, immer. Auch Ringelblumen ziehen durch und die Vogelmiere ist auch im Dezember und Januar zu finden und essbar.

Foto: 21.12.2019

Und sonst so?

Der Winter geht laut Kalendarium vom 22. Dezember – 20. März. In extra Beiträgen sind für diesen Zeitraum beschrieben:
Schneeglöckchen
Weidenkätzen
Winterlinge
Krokusse
Japanische Azaleen
Narzissen
Forsythie
So farb- und duftlos ist der Winter also nicht. Und falls doch, kann man ja durch geschicktes pflanzen nachhelfen. 🙂


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